Man kann sich kalte Füsse holen

Eine Betrachtungsweise der kältesten Jahreszeit
Autor: Janine Scholl
Date: 05.08.2017

Im Weltbild der klassischen chinesischen Medizin ist der Winter bestimmt von der Energie der Kälte, die sich im irdischen Element des Wassers materialisiert. Der Winter bedeutet Stagnation, Erstarrung. Im Bereich der seelischen Qualitäten wird die Angst assoziiert. Angst und Kälte haben die gleichen Äusserungsformen: nämlich das Zittern.

Es verwundert nicht, dass der Ort subjektiven Krankheitsempfindens wie auch der Ort der Krankheitssymptome übereinstimmen und den auslösenden äusseren Einflüssen besonders ausgesetzt sind: Rücken und Füsse. Am Rücken und an den Füssen spürt man die Kälte zuerst, besonders im Bereich des Blasenmeridians. Volkstümliche Redewendungen belegen das sehr bildhaft: "Es läuft einem kalt den Rücken runter." Oder "... da kann man sich kalte Füsse holen". Kälteeinwirkungen über diese besonderen Reizorte Rücken und Füsse haben in erster Linie Krankheiten der dem Element Wasser zugeordneten Organe Niere und Blase zur Folge (Blasen- oder Nierenbeckenentzündung). Auch die zugehörige Gefühlsqualität Angst kann einem buchstäblich "im Nacken sitzen" (Nackenkehre/-verrenkung oder am energetischen Gegenpol Hexenschuss, Ischias usw.). Schenken Sie diesen Organen in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit:

  • wärmende Tees (Nieren-Blasentee, Brennessel, Ingwer)
  • vitamin- & mineralstoffreiche Ernährung. Zusätzliche Gaben von Vitamin C aus Sanddorn- oder Holundersaft, Sauerkraut und andere Kohlarten. Schwarzer Holunder enthält auch viel Zink (Vit. C & Zink bilden ein ideales Abwehrteam gegen Infekte)
  • Schleimhäute feucht halten mit viel Wasser trinken, beheizte Räume befeuchten, abundzu ein Besuch im Dampfbad
  • sorgen Sie für warme Füsse (dicke Socken oder warmes Fussbad)
  • keine kalten oder kühlenden Lebensmittel wie Milchprodukte, Südfrüchte. Bevorzugen Sie warme Speisen mit Ingwer & Zimt.
  • Tragen Sie der Qualität des Winters (Stagnation) Rechnung und ruhen Sie sich aus, abundzu ein gemütlicher Spaziergang an der frische Luft (kein Spitzensport!)

Der Winter ist die Zeit des zusammengekauerten Sich-nach-innen-Wendens. Die Zeit des Kaminfeuers, das Kälte, Dunkelheit und das lange Warten auf den ersten Frühlingswind verkürzen soll. Im I GING heisst es: "wenn Du wahrhaftig bist, so hast Du Licht und Gelingen. Beharrlichkeit bringt Heil. Förderlich ist es das Wasser zu durchqueren. - Das Warten ist kein leeres Hoffen. Es hat die innere Gewissheit, sein Ziel zu erreichen."

 

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